Ja da können wir Frauen ein Lied von singen. Der erste Weg im Badezimmer ist der auf die Waage. Und schon ist die gute Laune dahin. Vor ungefähr zwei Jahren ging es mir genauso. Ich stellt mich nach dem aufstehen auf das Ding, und konnte nicht glauben, was da im Anzeigefeld stand. Ich gehe mal ein bisschen zurück in die Vergangenheit. Seit ich 18 war, macht ich in meiner Freizeit sehr viel Sport. Ich spielte viele Jahre aktiv in einer ziemlich hohen Liga Squash. Deshalb hatte ich mit meinem Gewicht von 68kg (mal 1kg mehr mal 1kg weniger) nie Probleme. Als ich vor 12 Jahren meinen Beruf wechselt, war die Zeit für den Sport leider nicht mehr da. Seit dieser Zeit machte ich fast keinen Sport mehr. Ich stellte irgendwann fest, als ich mal wieder beim Schoppen war, dass sich meine Konfektionsgröße schon wieder einmal verändert hat (natürlich nicht in die richtige Richtung). Und so kam es, dass die Waage an dem besagten Tag vor zwei Jahren 90kg anzeigte. Da war für mich der Punkt erreicht, dass sich was ändern musste.
Der erste Schritt war die Umstellung der Ernährung. Ein weiblicher Körper benötigt am Tag etwa 1900 kcal, um weder ab, noch zu zuzunehmen. Am Anfang sagte ich mir immer noch! Ich habe ja nun mal einen männlichen Körper, ich kann ja 2500 kcal zu mir nehmen. Ja selbst dass wäre nicht so schlimm gewesen, aber mein täglicher Kalorienbedarf lag weit entfernt von den 2500 kcal. Die Umstellung der Ernährung, viel mir am Anfang nicht so leicht, denn ich Koche und esse leidenschaftlich gerne. Das mache ich natürlich auch jetzt noch, mit dem unterschied, dass ich nicht gleich die ganze Tafel Schokolade aufesse, sondern Sie in maßen genieße, und in meinen geliebten Cappuccino nur 1 Löffel Zucker statt 2 hinein gebe. Man muss auch nicht auf das Rinderfilet am Abend verzichten, man sollte allerdings die Kohlehydrate reduzieren oder noch besser, ganz darauf verzichten. Alleine mit der Umstellung der Ernährung habe ich in vier Monaten mein Gewicht von damals 90kg auf 80kg reduziert. Jeden morgen als ich mich jetzt wieder regelmäßig auf die Waage stellte, begann ich den Tag mit einem Grinsen im Gesicht. Das Gewicht von 80 kg habe ich dann erst einmal über 6 Monate gehalten. Jetzt begann die zweite Phase, der Horrortrip. Ich fing wieder an Sport zu machen. Ich entschloss mich regelmäßig zu laufen, was auch mit meinem Job gut zu vereinbaren war. An das erste mal Laufen, nach einer so langen Sportpause kann ich mich noch gut erinnern. Meine Polaruhr zeigte mir, dass ich inzwischen 3 km in 40 Minuten (Schneckentempo) gelaufen war, und ich war total am ende. Nach 5 km war ich wieder zu Hause. Fragt bitte nicht, wie ich mich danach fühlte. Na ja man sagt ja "aller Anfang ist schwer". Inzwischen laufe ich 40km die Woche, und mein Gewicht von 68 kg halte ich bereits seit 1 Jahr. Ich fühle mich einfach unbeschreiblich gut, dass ich jetzt wieder nach einem langen Leidensweg, meine 68 kg bei einer Körpergröße von 178cm habe.