Eigentlich wollte ich diesen Blog als Tagebuch unseres New York Aufenthaltes gestalten. Dies habe ich allerdings nach den ersten 2 Tagen schnell verworfen. Denn alles was wir in den 2 Wochen erlebt haben, würde einige Seiten füllen. Deshalb habe ich mich entschlossen, die eindrucksvollsten Erlebnisse zusammenzufassen. Jenny werdet Ihr auf den New York Bilder übrigens nicht sehen, denn ich habe Sie zu Hause gelassen. Nach einer Woche New York Aufenthalt, hatte ich allerdings schon das Bedürfnis, als Jenny mit all den anderen New Yorker High Heels Trägerinnen über den Broadway zu stöckeln. Es ist einfach unglaublich wie viele Frauen in Manhattan mit High Heels unterwegs sind! Was konnten wir also machen, um mein Gedanken an Jenny ein wenig abzulenken? Wir gingen Shoppen!!! In der 5th Avenue und auf dem Broadway bekommt man alles was das Herz begehrt und die Kreditkarte hergibt! Bereits am ersten Tag hatte ich mich am Broadway in ein Kleid verliebt, an dem ich nun nicht noch einmal vorbeigehen konnte. Meine Frau probierte das Kleid am ersten Tag in Größe 14. Sie war allerdings der Meinung, dass für mich die richtige Größe 12 wäre. Wenn Jenny in Berlin Shoppen geht, ist es natürlich kein Problem in der Damenabteilung alles anzuprobieren. Hier in New York als Mann war das nicht ganz so einfach. An der Umkleidekabine stand "Only for Woman" und das Personal stand ständig daneben. Nachdem ich mit dem Kleid in der Umkleide verschwand, schaute der Verkäufer zwar ein wenig komisch, aber auch er Bediente mich danach überaus freundlich. Es war übrigens gut, dass ich das Kleid anprobiert habe, denn auch für mich war die richtige Größe 14. In einem meiner nächsten Posts werde ich es bestimmt einmal anziehen.
Um von Manhattan einen kleinen Überblick zu bekommen, geht man am besten vom Central Park den Broadway bis nach Downtown (9 km). Unterwegs fährt man mit dem Aufzug auf das "Empire State Building" oder den "Top Of The Rock", wir waren auf beiden, da am ersten Tag, als wir auf dem Empire State Building waren, dass Wetter nicht mitspielen wollte. Der Ausblick von beiden ist einfach unbeschreiblich. Zwischen Uptown und Downtown trifft man auf das Flatiron (das erste Hochhaus in Manhattan) und streift Chinatown und Little Italy. Sollte man unterwegs das verlangen nach einem Kaffee verspüren, so kann man in eines der 460 New Yorker Starbucks Kaffees einkehren. In Downtown biegt man vor der Wall steet rechts ab, dort befindet sich Ground Zero auf dem inzwischen über 600 Arbeiter die 4 neuen Türme und die Gedenkstätte an den 9/11 entstehen lassen (die Bauarbeiten sollen 2013 beendet sein). Links vom Broadway macht man einen Abstecher in die Wall Street, und am Ende des Broadways, an der Südspitze Manhattans, befindet sich der Battery Park in dem das Kunstwerk "The Sphere" steht. Die Bronzekugel stand vor dem 9/11 genau zwischen den beiden Türmen des WTC und wurde wie durch ein Wunder zwar beschädigt, aber nicht zerstört. Am zweiten und dritten Tag haben wir an einer Bustour durch Süd und Nordmanhattan teilgenommen. Die Bustouren sind so angelegt, dass man an den Haltepunkten aus und wieder einsteigen kann. Dadurch kann man innerhalb kürzester Zeit sehr viel von New York erleben. Nach den ersten drei Tagen stellten wir fest, dass wir in Berlin wohl in einem Provinznest leben.
Nach der Arbeit stürmen die New Yorker in die Parkanlagen. Die größten sind in Manhattan der Central Park und in Brooklyn der Prospect Park. Aber auch die vielen kleinen Parkanlagen werden Abends zum Treffpunkt vieler New Yorker. Am beeindruckensten fand ich den Bryant Park an der 42nd Street. Es ist einer der kleinsten Parkanlagen in Manhattan der von Wolkenkratzern umgeben ist. In den Fassaden der Häuser spiegeln sich die umliegenden Gebäude. Man trifft sich dort zu einer Partie Schach, trinkt mit Freunden einen Kaffee oder komponiert auf der Gitarre ein Lied. Die Atmosphäre die wir dort erlebten ist einfach unbeschreiblich.
Natürlich stand auch der Besuch von Miss Liberty auf dem Plan. Dafür brauchten wir allerdings zwei Anläufe. Die Fähren fahren vom der südlichsten Spitze des Battery Park ab. Als wir das erst mal zur Mittagszeit dort ankamen, braucht ich eine ganze Weile, bis ich das Ende der Warteschlange für die Sicherheitskontrolle fand. Die Wartezeit lag wohl bei etwa 3 bis 4 Stunden. Wir versuchten es deshalb zwei Tage später noch einmal. Wir fuhren aber diesmal um 8 Uhr mit der Subway zum Battery Park, um auf einer der ersten Fähren die um 9 Uhr starten, zu gelangen. Selbst so früh am Morgen standen wir noch gut 30 Minuten in der Schlange um auf die Fähre zu gelangen. Trotz der Wartezeiten lohnt sich der Weg nach Liberty Island auf jeden Fall, denn man hat von dort auch einen fantastischen Blick auf die Skyline.