Dienstag, 13. November 2012

Donaukreuzfahrt - Passau - Wien - Linz und zurück


7 Tage Entspannung, Kultur, leckeres Essen und  ein bisschen...na ja war dann doch ein kleines bisschen mehr, shoppen...grins. Die kurzfristig geplanten Kurzurlaube sind oftmals die besten. Drei tage bevor unser Herbsturlaub begann, wussten wir noch nicht, was wir in den letzten Urlaubstagen in diesem Jahr noch anstellen könnten. Eine Flugreise kam nicht in frage und durch Zufall stieß ich im Internet auf die Arosa Donaukreuzfahrten.

Reservierungsformular ausgefüllt, abgeschickt und einige Zeit später lag die Buchungsbestätigung im Mailordner. Da wir beide, wie Ihr inzwischen sicher wisst, auch ab und zu sehr gerne lecker essen gehen und München nicht weit von Passau, wo die Kreuzfahrt startete, entfernt ist, begannen wir unseren Urlaub mit einem Abstecher am Plazl und ließen es uns am Abend in den Tiroler Stuben gut gehen. Für alle die, die das Plazl und die Tiroler Stuben nicht kennen, das ist das Fleckchen München an dem das Hofbräuhaus steht und in den Tiroler Stuben, Alfons Schubeck den Kochlöffel schwingt...es war mal wieder seeeeehr lecker. Am nächsten Tag ging´s dann noch die letzten 200 km Richtung Passau, wo dann am nächsten Tag unser Dampfer auf uns wartete.


Ankunft in Passau bei wunderschönem sonnigen Wetter. Passau die Kleinstadt zwischen Inn, Donau und Ilz ist ein tolles Örtchen mit vielen kleinen Gassen, dem Stephansdom, in dem die größte Domorgel der Welt steht und eine süße kleine Shoppingmeile...und dann standen da auf einmal im Sonderangebot die Buffalo Pumps, und wie es der Zufall so wollte, Größe 41 war auch noch da. Und dann strahlte mich da im Schaufenster noch eine Jeans an, dummerweise gab´s die auch noch in Größe 29, aber mit einer Tüte links und einer Tüte rechts läuft es sich doch einfach viel besser.


Shoppen macht hungrig.....bei 20 Grad C°, blauem Himmel einer neuen süßen Jeans und zwei paar Buffalos im Gepäck...aber nicht nur ich war mit zwei Schuhkartons bepackt, meine süße hat den gleichen Laden mit der gleichen Menge Kisten verlassen, ausgleichende Gerechtigkeit.....fanden wir ein nettes Hotelrestaurant mit einer Außenterrasse direkt am Inn, und dort gab es dann eine knusprige Ente mit Klößen und selbst gemachtem Rotkohl.


Mit zwei Handtaschen, zwei großen Taschen und den neuen Schuhen!!! ging es dann am Montag Abend auf´s Schiff. Wir legten pünktlich ab, die Cocktails standen inzwischen in unserer Kabine auf dem Tisch und 8 Schleusen später kamen wir am nächsten Tag pünktlich in Wien an. In Wien hatten wir zwei Tage Aufenthalt und wenn man in Wien ist, muss man natürlich unbedingt mit einem Fiaker durch die Innenstadt fahren, eine Sachertorte essen und beim Figlmüller ein Wiener Schnitzel genießen.....das Schnitzel ist einfach der Hammer!



Am zweiten Tag stand die Besichtigung des Appartement von Kaiser Franz und Sissi  "Schloss Schönbrunn" auf dem Programm. Das Schloss und der Schlossgarten mit dem Neptun Brunnen ist absolut sehenswert und bei der Führung durch das Schloss hat man dann sehr Interessante Sachen erfahren... das  zum Beispiel Sissi auf den ganzen Regierungskram überhaupt keinen... heute würde man sagen "keinen Bock hatte" und sich deshalb lieber die große weite Welt angesehen hat. Aus dem Weg zurück zum Schiff musste ich unbedingt noch mal über die Kärntnerstraße laufen, und auf einmal stand ich mit großen Augen vor meinem Geschäft.


Am Abend legte dann das Schiff wieder ab und es ging die Donau flussaufwärts Richtung Linz, das wir am darauf folgenden Nachmittag erreichten. Aufenthalt in der drittgrößten Stadt Österreichs 8 Stunden und dann waren wir am nächsten Morgen wieder in Passau.

Für uns war es die erste kleine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff aber bestimmt nicht die letzte. Ich kann die Art zu Reisen absolut empfehlen...auf dem Schiff gab´s immer leckeres Essen, nettes Personal, eine Sauna mit Blick nach draußen...wenn es dunkel ist sollte man allerdings das Licht ausschalten "grins" und unsere Kabine war mit knapp 20qm für zwei Personen absolut ausreichend.

Auf dem Weg von Passau nach Hause machten wir dann noch einen Zwischenstopp in Leipzig. Dort stand dann zum Reiseende noch  ein Highlight auf dem Programm. Dazu möchte ich aber gar nicht viel Schreiben und habe deshalb ein paar Bilder hochgeladen. Wer jetzt Hunger auf eine kulinarischen Erlebnis der ganz besonderen Art bekommen hat...Ort des geschehens, 27 Etage Restaurant "Falko".


Freitag, 1. Juni 2012

Wave Gotik Treffen 2012.....Ausnahmezustand in Leipzig!


Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit. Das alljährliche "Wave Gotik Treffen"...kurz WGT genannt, das dieses Jahr zum 21. Mal in Leipzig stattfand, und wohl das größte Treffen dieser Art weltweit ist, öffnete seine Pforten und das ist auch für mich inzwischen jedes Jahr ein Highlight. Am Donnerstag ging es los und das hieß natürlich erst einmal Koffer packen. Na ja, Koffer packen ist nicht ganz richtig,  da ich eigentlich gar keine habe und immer alles in die Sporttaschen staple.  Die waren dann fürs WGT gerecht aufgeteilt.....drei Taschen und ein bisschen Kleinkram für mich und eine für meine reizende bessere Hälfte. Als alles im Auto verstaut war ging´s am Nachmittag los zu vier tollen Tagen, bei wunderbar sonnigem Wetter, 25 Grad und sehr kurzen Nächten mit wenig Schlaf.

Im Hotel angekommen ging dann der Stress los. Auspacken, drei Stunden vor dem Spiegel schminken, anziehen (vielen, vielen Dank übrigens an Sammy von "Redcat 7" für den wunderbaren Rock, den sie mir geschneidert hat) und dann konnte es los gehen zur Eröffnungsparty in die Moritzbastei. Vorher mussten wir aber noch schnell am Bahnhof vorbei stöckeln, um die Eintrittskarten in ein Bändchen umzutauschen, mit dem man dann alle Veranstaltungen und die Leipziger S-Bahn benutzen kann.

Für alle die, die vielleicht einen falschen Eindruck von der Gotik-Szene haben, sei gesagt:  Wir sind und waren nie blutrünstige Monster oder Satanisten und wir treiben uns auch sonst nicht ständig nachts auf Friedhöfen herum. Die Szene ist in den achziger Jahren aus Punk und New-Wave entstanden und besteht inzwischen aus ganz vielen Subkulturen. Und in Leipzig treffen sie alle aufeinander. Ob Steam Punker, Rockabella, Cyber Goth, Lolita oder Darkwaver, ob jung oder alt, es ist eine große Familie, die vier Tage fernab des Alltagstresses ein friedliches und einzigartiges Musikfestival feiern und viel Spaß miteinander haben will.

Am Freitag standen dann zwei Highlights auf dem Programm. Am Nachmittag fand im Clara-Zetkin-Park das traditionelle Viktorianische Picknick statt und am Abend, na ja eher am Morgen, dann das "Eisbrecher"-Konzert auf dem Agra-Gelände fing erst um 00:00 Uhr an.


Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und so wurde das Viktorianische Picknick zu einem der Höhepunkte des WGT. Mit Obst, Käse und einer guten Flasche Wein im Picknickkorb ging es in den Park und mit jedem Schritt, den wir uns der Wiese an der Parkbühne näherten, fühlten wir uns, als hätten wir eine Zeitreise ins neunzehnte Jahrhundert  unternommen. Wundervoll gestylte Damen und Herren in fantastischen Kostümen schmückten den Park und dazwischen eine Horde Fotografen und Kameraleute, die sich das Schaulaufen nicht entgehen lassen wollten. 



Nach dem Picknick ging´s ab in die S-Bahn zum Agra-Gelände.....einmal Schaulaufen über den Boulevard bis zur Cocktailbar, auftanken, eine Kleinigkeit essen und ab zu Eisbrecher (hoffentlich werden sie nicht einmal so kommerziell wie der Graf von Unheilig). Es war ein super Konzert, wir waren um 3 Uhr wieder im Hotel und damit war die erste kurze Nacht besiegelt.


Oh je, jetzt hab ich schon wieder so viel Text und wollte doch eigentlich nur einen kleinen Blog schreiben, aber das Wave-Gotik-Treffen kann man einfach nicht in ein paar Worten zusammenfassen. Das "WGT Programm", das einem in den vier Tagen geboten wird ist so riesig, dass man sich manchmal zerteilen müsste, um alles, was einen interessiert, mitnehmen zu können. Was ich allerdings unbedingt noch erwähnen muss, war das letzte Konzert, das am Montag Morgen um 1:10 Uhr.....in Worten ein Uhr zehn (nicht 13:10) begann. Den Tipp hatten wir von zwei super netten Schweizern "Nadja und Beat" bekommen, die wir auf dem diesjährigen WGT kennen gelernt hatten ( ein herzliches "Pröschtli" an Euch beide!!!) . Das Konzert von "Peter Heppner" wird uns bestimmt noch eine weile in Erinnerung bleiben. Ich möchte jetzt nur noch für vier unvergessliche Tage danke sagen...danke WGT, danke Leipzig wir werden Pfingsten 2013 ganz sicher wieder mit dabei sein.

Montag, 20. Februar 2012

Kochen ist einfach meine große Leidenschaft !

Weihnachten ist jetzt schon eine ganze Weile vergangen, aber seit dem 24 Dezember des vergangenen Jahres hat sich meine Kreativität, was das Kochen angeht, ein ganzes Stück verändert. Den Ausschlag dafür gab das Geschenk, das ich von meiner Liebsten bekommen habe. 5,2 kg schwer und 647 Seiten dick.....eines der interessantesten Kochbücher, das ich bis jetzt in den Händen gehalten habe. Verfasst wurde es von dem Spitzenkoch "Peter Maria Schnurr" der über den Dächern von Leipzig in der 27 Etage des Hotels "Westin" mit unbeschreiblichen Kreationen als Chef, mit einem tollen Team seinen Gästen jeden Abend im zwei Sterne Restaurant "Falco"  ein unvergessenes Erlebnis präsentiert.

In seinem Buch hat er die Geheimnisse der Spitzengastronomie ein wenig gelüftet. Er beschreibt mit fantastischen Bildern sehr detailliert sieben komplette Menükarten, und zwar so, das man auch als Hobbykoch (oder Köchin) durchaus in der Lage ist, einige Kreationen nachzukochen.

Nachdem ich einige Male durch die vielen Gerichte geblättert habe, und immer wieder mit Begeisterung die tollen Aufnahmen sah, wollte ich natürlich auch endlich mal etwas aus dem Buch kochen. Mir fiel dann aber schnell auf, dass so einige Zutaten noch nicht in unserer Küche vorhanden waren und ich diese auch nicht in den normalen Lebensmittelgeschäften bekam. Deshalb setzte ich mich an den Computer und fing an zu googeln. Nachdem ich dann mehrere Bestellungen abgesendet hatte, wartete ich nun gespannt auf die Pülverchen und Gewürze. Nach gut einer Woche stand dann endlich alles im Küchenschrank und es konnte losgehen.


Sechs Wochen sind inzwischen vergangen, in denen ich vieles ausprobiert habe. Eine ganze Menge ist mir glaube ich geschmacklich recht gut gelungen, mit einigen Resultaten bin ich noch nicht so ganz zufrieden. Vergangene Woche war es dann so weit, meine Süße mit einem drei Gänge Menü zu überraschen. Das Menü hatte ich schon ein paar Tage vorher zusammengestellt und die Einkäufe am Vortag erledigt (bis ich alles bekommen hatte, war ich fast 6 Stunden unterwegs.....Berlin ist halt ziemlich groß!). 
Und so sah es dann aus, das Menü.
          

Vorspeise
  Red Snapper 
 Crème von Karotten  
Lardo Maracuja Ravioli 
Champagner-Nage

 

Hauptgang
Rehrücken
 Crème Spinat
Marinierte Banane & Bananen Limetten Fluid
 Estragon Croutons 
 Rehjus
Dessert
Keks-Eis
Crumble auf Kokosnuss-Gel
 Maracuja  & Rum-Gelee
Schokoladen-Espuma

Samstag, 31. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011

Einige von euch haben sicherlich bemerkt, dass ich die letzten Monate, ja eigentlich den ganzen Sommer meinen Blog gänzlich vernachlässigt habe. Warum das so war, naja ich glaube da muss ich ein wenig ausholen. Das ich die Männermode ziemlich langweilig finde, man kann halt wenn man sich schick kleiden will einen Anzug anziehen, oder wenn man kreativ sein will, nimmt man eben einen Anzug, für besondere Anlässe z.B. Musical, Theater oder Oper, greift man zum Anzug oder man kann zur wahnsinnigen Alternativmöglichkeit Frack greifen:) ein Frack sieht aber beim Besuch eines Musicals schon ein bisschen albern aus, in der Oper geht es gerade noch, naja was ich damit sagen will, die Möglichkeiten die man als Frau zum stylen hat, ist dass was mich an der Rolle  "Jenny" und dem trans sein so liebe. Das ich Spaß daran habe, und sehr wahrscheinlich auch seid meiner Kindheit eine ganze Menge weibliche Hormone in mir stecken, ist mir schon seit geraumer Zeit bekannt. Als kleiner Junge, ich glaube ich war damals so etwa 10 Jahre, entdeckte ich eines Tages in meinem Elternhaus einen Plastiksack der für die Altkleidersammlung gefüllt war. Ich war sehr neugierig (bin ich übrigens immer noch) und durchstöberte ihn. Ich fand darin ein Kleid, dass mal meiner Cousine gehörte. Ich zog es an, und fühlte mich toll. Damals wusste ich natürlich noch nicht, was da mit mir los war, aber das heimliche tragen von Kleidern oder Röcken, lies mich ab diesem Moment nicht mehr los. Seit dieser Zeit, als ich ungefähr 10 Jahre alt war, sind etwa 10 X 3,5 Jahre vergangen. Aufgrund meiner  Erfahrungen, die ich überwiegend in den letzten 2 Jahren als Jenny gesammelt habe, bin ich das erste mal in diesem Sommer, wann immer ich die Lust verspürte meine feminine Seite ausleben zu wollen, auch am Tage als Jenny in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen. Es wurde schon zur Normalität, dass ich am morgen nach dem Aufstehen eine geraume Zeit vor dem Kleiderschrank verbrachte, bis ich endlich das richtige Outfit gefunden hatte, nach dem Ankleiden eine gute halbe Stunde zum Schminken vor dem Spiegel stand, um dann den ganzen Tag als Jenny zu verbringen.


Außerordentlich gerne war ich dieses Jahr mit der Lieblingsbeschäftigung des weiblichen Geschlechts beschäftigt, dem "Shoppen". Und da gibt es in Berlin so einige Meilen Fashion-Erlebnis, die ich dieses Jahr im entsprechendem Outfit mit HighHeels und Make-up genossen habe. Sehr oft war ich auf dem Kurfürstendamm oder der Friedrichstraße unterwegs, um die Welt der weiblichem Mode zu genießen. Ich bin übrigens heute bei Sammy gewesen. Sammy ist Designerin und hat einen süßen Laden namens "Redcat7" in Berlin Friedrichshain. Wenn Ihr mal was außergewöhnliches, im Burlequestil der 50er Jahre sucht, dann seit Ihr bei Sammy genau richtig. Ich habe mir vor vier Wochen eine Tornüre und zwei Hüte anfertigen lassen, die ich heute abgeholt habe. Die Sachen sind einfach ein Traum:)  vielen lieben Dank Sammy!!! Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich das erste mal ein Kaufhaus betrat und mit einer Hose und einem Rock in die Umkleidekabine für Damen ging. Mein Puls lag etwa im Bereich eines Marathonläufers  der gerade bei km 42,195 die Ziellinie überquerte, und ich weiß genau von was ich da spreche, denn ich bin in diesem Sommer meinen ersten  Marathon gelaufen. Das sich dies inzwischen gänzlich geändert hat liegt wohl daran, dass ich im laufe der letzten Jahre sehr viel dazugelernt habe und mein Passing es inzwischen zulässt, mich Selbstbewusst in der Öffentlichkeit zu bewegen. Es gab in diesem Jahr nicht eine negative Erfahrung über die ich berichten könnte. Natürlich gibt es einige die schon mal genauer hinsehen und auch vielleicht erkennen, das da etwas komisch ist und spätesten wenn man an der Kasse steht und mit doch ungewöhnlich tiefer Stimme mit der Kassiererin  plaudert, kann man einige männlichen Gene nicht gänzlich verbergen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, man sollte nicht in einer höheren Tonlage versuchen zu Sprechen, dass hört sich dann schnell an wie "Micky Maus" und wirkt schon ein bisschen lächerlich. Es genügt wenn man etwas leiser und langsamer versucht zu Sprechen, denn es gibt ja schließlich auch Frauen die eine ungewöhnlich tiefe Stimme haben, die ausgesprochen sexy klingen kann.

Natürlich kamen auch die kulinarischen Genüsse dieses Jahr nicht zu knapp. Ob beim Italiener oder beim Amerikaner, ich meine natürlich nicht MacD oder BurgerK sondern das "Sixties", die machen wirklich super leckere Burger und Salate und bis 19 Uhr ist immer Cocktail Happy Hour, danach kam es schon mal vor, dass Jenny etwas beschwipst aus dem Lokal stöckelte und meine bessere Hälfte das Autofahren übernehmen musste. Zu Halloween waren wir in der Pfalz und haben im Deidesheimer Hof (da gab es früher für Helmut Kohl immer den Saumagen) auf der Halloweenparty bei leckerem Wein und fantastischen Geschmackserlebnissen einen wunderbaren Abend verbracht. Wir waren natürlich dem Anlass entsprechend Gekleidet. Leider sind der Kleiderordnung nicht alle Gäste gefolgt.


Ins Kino hat es mich dieses Jahr auch einige male gezogen. Das Highlight war natürlich im November der vierte Teil von Twighlight. In den nächsten Tagen steht noch Rubeldiekatz mit Matthias Schweighöfer auf dem Programm den ich mir unbedingt ansehen möchte. Im November gab es noch einen zweiten Knaller der uns in den Admiralspalast zog. Zwei Wochen lang gastierte die "Rocky Horror Show" in dem Theater in der Friedrichstrasse. Es war eine fantastische Darstellung, tolle Stimmen,  schöne Kostüme die man nicht nur bei den Darstellern sondern auch im Publikum bewundern konnte. Auch ich habe mich an diesem Abend BurlesqueOutfit die Blicke einiger Männer und auch Frauen auf mich zog, aber das war ja auch so gewollt. Wir hatten an diesem Abend sehr viel Spaß, denn bei derartigen Events ist meine Frau immer mit dabei.

Und dann gab es da in diesen Sommer noch das "Projekt 2011" der Berlin Marathon. Vor etwa 3 Jahren, als ich Abends auf die Waage stieg und das Ding 90 kg anzeigte, macht ich mir Gedanken darüber, wie ich die Fettpolster wieder loswerde. Ich stellte meine Ernährung um (kein Zucker, keine Butter, viel Obst und Gemüse und Abends keine Kohlenhydrate) und fing mit dem laufen an. An diesem Abend viel auch die Entscheidung mich für einen Marathon anzumelden. Vor gut einem Jahr war es dann soweit, das ich die Returntaste an meinem Computer zur Bestätigung der Anmeldung zum 38 Berlin-Marathon drückte. 12 Wochen vor dem Marathon ging es dann mit dem Intensivtraining los, in dem ich in der Woche zwischen 50 und 60 km unterwegs war. In den 3 Monaten vor dem Marathon lief ich fast 700 km bis ich dann endlich am 25 September um 9 Uhr mit über 40.000 Läufern über die Startlinie lief. In diesem Moment machte ich mir noch keine Gedanken darüber, wie es mir nach 35 km gehen würde "und das war auch gut so, wie unser Bürgermeister sagen würde" ich genoss die unglaubliche Atmosphäre, die Zuschauer die einem die gesamte Strecke zujubelten und die über 70 Bands die am Straßenrand musizierten. Mein Ziel war es die 42,195 km unter 4 Stunden zu laufen, was mir am Ende allerdings nicht ganz gelungen ist, denn ab km 30 tat einfach alles nur noch weh:). Der Gedanke bei km 42 durchs Brandenburger Tor zu laufen und der nicht endende Applaus der Zuschauer ließen  allerdings die Schmerzen vergessen und mich nach 4 Stunden und 25 Minuten mit einem unglaublichem Glücksgefühl über die Ziellinie laufen. Über die Ziellinie ist allerdings nicht  Jenny gelaufen. Da beim Laufen die Wimperntusche nicht da bleibt wo sie eigentlich hingehört und auch das beste Make-up nach einiger Zeit seinen Dienst versagt, stand bei diesem Vorhaben von Anfang an fest, dass das nichts für Jenny ist.

2011 war für mich ein außerordentlich Erlebnisreiches Jahr, in dem ich sehr viele positive und schöne Dinge erleben durfte. Jenny hat in diesem Jahr viel dazugelernt und sich ein ganzes Stück weiterentwickelt. Mein Blog blieb dabei leider etwas auf der Strecke, da einfach nicht genügend Zeit übrig blieb. 2012 wird hoffentlich genauso aufregend und spannend wie das vergangene Jahr.


Ich wünsche euch nun allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2012 alles Gute, und das alle eure Wünsche in erfüllen gehen.

Sonntag, 26. Juni 2011

Wave Gotik Treffen 2011 ..... Leipzig ist schwarz!!!


Das "Wave Gotik Treffen"   (kurz "WGT" genannt.....dazu später mehr) ist vorbei ..... und da Ich meinem Blog schon seit Wochen vernachlässigt habe.....aber so ist das eben, wenn die Sonne anfängt etwas höher  über  dem Horizont zu stehen und die Temperaturen nach dem gruseligen Winter endlich wieder anfangen zu steigen, dann sitze ich nicht mehr so oft vor dem Computer ..... ich bin dann viel lieber an der frischen Luft, der Garten muss nach dem Winter auf Vordermann gebracht werden und natürlich steigt auch die Lust nach Aktivitäten und da gibt es ja in Berlin immer etwas zu erleben. Ob es die vielen Konzerte sind, mal schnell einen spontanen Besuch in einer Cocktail Bar oder ob man lecker zu zweit Essen geht und einen tollten Abend genießt .... ja was soll ich sagen, im Sommer bleibt leider einfach kaum noch Zeit zum Bloggen aber über das WGT Pfingstwochenende, auf dem ich mit meiner Frau drei tolle Tage erlebte (und im Restaurant "Falco" ein gigantischen Menü genießen durfte...aber dazu später mehr), habe ich jetzt endlich ein wenig Zeit gefunden um diesen Blog zu schreiben.

Jedes Jahr zu Pfingsten wird es schwarz in Leipzig. Nein nicht was das Wetter angeht, dass mit viel Sonne und Temperaturen von gut 20C° (der kleinen Schauer am Pfingstsamstag war schnell wieder vergessen) allen Besuchern des WGT ein fantastisches Wochenende bescherte. Am Pfingstwochenende findet in Leipzig alljährlich das "Wave Gothik Treffen" statt, zudem sich dieses Jahr über 20.000 Gotik begeisterte, überwiegend schwarz gekleidet, zum 20 WGT trafen. Auf dem Treffen konnte man über 200 Bands der dunklen Musik bewundern. Die Musikrichtung ging von Future-Pop bis Goth-Metal, von Apocalyptic-Folk bis zu mittelalterlichen Klängen. Die Konzerte fanden verteilt in der ganzen Stadt an über 30 Orten statt. Aber auch Liebhaber der klassischen Musik kamen dieses Jahr auf Ihre kosten, man konnte die dramatische Oper Elektra von Richard Strauss, einen Ballettabend zu Chören von Mozart oder das bombastische Requiem von Brahms erleben. Doch die Musik ist nur ein Teil des WGT. Es gibt einen romantischen Mittelaltermarkt im "Heidnischen Dorf", Theateraufführungen, Ausstellungen und diverse Lesungen. Immer  am Freitag findet das "Viktorianische Picknick"    ( Link-Bilder "Viktorianische Picknick" ) ein absolute Highlight im Clara-Zetkin Park statt, an dem wir leider nicht teilnehmen konnten, da wir erst Freitag Nacht in Leipzig angekommen sind. Im AGRA Gelände trifft man sich zum Schaulaufen im Blitzlichtgewitter, besucht die Konzerte in der größten Konzerthall des WGT oder stöckelt durch den riesige Gothic-Markt, der so ziemlich alles bietet was das Gotikherz begehrt.



Die Bilder von mir und meiner bezaubernden Gothic Braut sind in der Peterskirche nach dem Szene Gottesdienst entstanden, der immer zweimal am WGT Sonntag stattfindet.

Wer noch nie zu Pfingsten in der Leipziger Innenstadt gewesen ist, sollte dies unbedingt einmal einplanen auch wenn er der Szene nicht angehört. In einem Zeitungsbericht habe ich folgenden Absatz gelesen, der die Atmosphäre des WGT perfekt beschreibt.

"Das Beste am Wave-Gotik-Treffen ist seine einzigartige, magische Atmosphäre, die man überall in Leipzig spüren kann. Gruftis aus aller Herren Länder feiern entspannt und friedlich, erfreuen sich an allen Facetten ihrer Subkultur, genießen ihr Zusammensein und tauchen die Straßen und Plätze einer ganzen Stadt in vielfältiges Schwarz. Tausende Gothics kommen einmal im Jahr nach Hause – zum Wave-Gotik-Treffen nach Leipzig."


Am Samstagabend durften wir dann noch ein Highlight erleben, das sich nicht um das WGT drehte. Anfang des Jahres stieß ich durch Zufall im Internet auf die Seite des Restaurants "Falko", das sich in der 27 Etage des Leipziger Westin Hotels befindet. Da ich und meine Frau sehr gerne Kochen und ab und zu auch schon einmal in einigen Sternerestaurants zu Gast sein durften, reservierte ich uns einen Tisch für 2 Personen. Ich möchte jetzt hier nicht alles aufzählen, was wir dort erlebt haben, aber wer einmal ein kulinarisches Erlebnis der ganz besonderen Art erleben möchte, der sollte dort unbedingt einmal eines der Menüs genießen. Wir erlebten in den 4 Stunden das perfekte Gourmeterlebnis in einem fantastischen Ambiente mit Blick über Leipzig und einer perfekten Darbietung des  reizenden Servicepersonals unter der Leitung des 2 Sternekochs Peter Maria Schnurr, das wir ganz sicher bald einmal wiederholen werden.