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Dienstag, 23. November 2010

Oh Schreck!!! bald ist schon wieder Weihnachten


Wann geht Ihr denn so los, um eure Weihnachtseinkäufe zu erledigen? Also bei mir kommt der 24 immer unglaublich unverhofft!!!  Ich bin nämlich eine von denen, die sich meisten erst am 24 ins Gewühl stürzen. Aber dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, die Weihnachtseinkäufe schon vorher zu erledigen. Die meisten Weihnachtsgeschenke besorgt allerdings meine süße Frau, denn sie weiß, dass dies nicht meinen Lieblingsbeschäftigung ist. Da ich heute frei habe, und das Wetter beschissssss.......  ist, gings am morgen zum Kurfürstendamm, um das Weihnachtsgeschenk für meine Frau zu besorgen. Ich wollte gleich um 10 Uhr am Kurfürstendamm sein, da ich am Nachmittag schon mal das erste Weihnachtsgebäck in den Backofen schieben wollte. Normalerweise beginnt dann der Tag so, dass ich vor dem Kleiderschrank stehe, und nicht weiß, was ich anziehen soll. Das war heute aber nicht der Fall, da ich vergangene Woche bei "Mango" am Schaufenster nicht vorbeigehen konnte. Ich habe mir dort eine beige Jacke  einen Rollkragenpullover und eine Lederhose gekauft, die ich heute das erste mal anziehen wollte. Ich war deshalb recht schnell fertig und war pünktlich um 10 Uhr in der Stadt. Da ich zuhause nicht Gefrühstückt habe, ging ich zuerst in die oberste Etage im KaDeWe. Dort kann man in der Fischabteilung die leckersten Fischbrötchen in der Stadt essen. Mit einem Wein und einem Lachsbrötchen im Magen gings dann los. Das Geschenk für meinen Frau habe ich recht schnell gefunden. Ich konnte mich allerdings zwischen zwei Variationen noch nicht entscheiden, deshalb habe ich es noch nicht gekauft. Ich weiß  jetzt aber schon einmal, in welchem Geschäft ich es bekomme. 

Meine Shoppingtour endete nach 2 Stunden in der Kantstraße 31. An dem Geschäft müsste eigendlich über dem Eingang ein großes Schild hängen "Kein Eintritt für Suchtgefährdete Personen". Die rede ist von meinem Lieblings Schuhgeschäft "Buffalo" und ich konnte mal wieder nicht ohne ein paar Pumps aus dem Laden gehen. 


Zuhause angekommen machte ich mich dann gleich in der Küche an die Arbeit, da ich ja heute noch Zimtsterne Backen wollte. 
Als Zutaten für den Teig braucht man: 300g gemahlene Mandeln, 2 TL Zimtpulver, 2 Eiweiß, 50g Mehl, 100g Puderzucker
Alles in eine Schüssel geben, und zu einenm Teig verkneten. Die Masse legt man dann für 2 Stunden in den Kühlschrank.

Als Zutaten für die Glasur braucht man:    1 Eiweiß,  200g Puderzucker,  1 EL Mehl
Das Eiweiß steif schlagen. Den Puderzucker und das Mehl mischen und mit dem Mixer under das Eiweiß rühren.


Da der Teig jetzt noch einige Zeit im Kühlschrank liegen muss, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für einen wunderbaren "Nespresso" Cappuccino!!!


Nachdem der Teig seine Zeit im Kühlschrank verbracht hat, rollt man Ihn zwischen zwei Stücken Folie etwa 1 cm dick aus, und streicht anschließend die Glasur gleichmäßig dünn darauf aus. Nun sticht man mit einer Sternform die Zimtsterne aus, und legt sie auf ein mit Backpapier bedecktes Backblech. Die Sternform zwischendurch immer in heißes Wasser tauchen. 
Den Backofen auf 170°C vorheizen und die Zimtsterne für 12 bis 15 Minuten im Ofen backen.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen ersten Advent am kommenden Wochenende!!!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Pasta, Wein und Cappuccino, die Toskana macht einfach Spaß!

Seit einer Woche sind wir nun schon wieder aus unserem Kurzurlaub in der Toskana zurück, und ich  hatte bis heute leider noch keine Zeit um euch ein wenig über unsere Erlebnisse zu berichten. Da ich aber unbedingt diese Woche noch den Post einstellen möchte, sitze ich gerade  zur späten Stunde vor dem Computer, und das Datum der Uhr am Computermonitor springt in diesem Moment auf den nächsten Tag. Unsere Reise begann dieses mal damit, dass wir von zu hause eine halbe Stunde mit dem Auto nach Berlin Wannsee fuhren, unser Auto auf einen Autoreisezug stellten und um 18 Uhr mit diesem Zug über Bozen nach Verona fuhren. Da wir nur 6 Tage in der Toskana bleiben konnten, haben wir uns für diesen Anreiseweg entschieden, und ich muss sagen, wir sind mit einer Verspätung von 45 Minuten um 18:45 Uhr am Abend abgefahren, aber pünktlich um 9 Uhr am Samstag ausgeschlafen in Verona angekommen. Die fahrt kostete für das Auto inklusive zwei Fahrkarten im Liegewagen und ein Frühstück 271 Euro (absolut zu empfehlen!). Als wir in Verona um 10 Uhr wieder in unserem Auto saßen, tippten wir als erstes Florenz ins Navi, öffneten das Dach unseres Autos und fuhren die knapp 300 km von Verona mit einem kurzen stopp in Prato über die Landstraße nach Florenz (die fahrt über die Landstraße sollte man nur machen, wenn man sehr viel Zeit hat. Wir brauchten dafür gute 6 Stunden).
Als wir abends in Florenz ankamen, wollten wir uns zuerst ein Hotelzimmer suchen, da wir keine Unterkunft gebucht hatten. Dies stellte sich aber als außerordentlich schwierig heraus, da selbst ende September die Stadt immer noch von Touristen überflutet ist. Wir entschlossen uns daher noch am selben Abend nach Greve in Chianti zu fahren, um uns dort eine Unterkunft für die nächsten Tage zu suchen (war dann so spät am Abend auch nicht mehr so einfach. Hat aber doch nach prima geklappt). Alleine über Florenz kann man natürlich sehr viel schreiben. Nach Schätzungen der UNESCO soll jeder zehnte erhaltenswerte Kunstschatz in Florenz zu sehen sein. Am beeindruckensten war für mich allerdings der Dom im Zentrum der Stadt. Der Dom "Santa Maria del Fiore" ist nach der Peterskirche in Rom, der Londoner Saint Paul´s Cathdrale und dem Mailänder Dom die viertgrößte Kirche der Christenheit. Damit Ihr einen kleinen Eindruck über Florenz bekommt, hab ich euch einige Bilder über diese außergewöhnliche Stadt auf diesem Post eingestellt. Die Bilder sind an zwei Tagen entstanden, da wir in der darauf folgenden Woche noch einmal nach Florenz gefahren sind.



An den darauf folgenden Tagen stand dann die Besichtigung von San Gimignano und Voltera auf dem Plan. San Gimignano liegt auf einem 300m hohen Hügel und wird vom Tourismus förmlich erdrückt. Es leben dort derzeit etwa 7500 Einwohner die im Jahr mehr als acht Millionen Besucher ertragen müssen. Die Stadt wird deshalb als Manhattan des Mittelalters bezeichnet. Ich war das erste mal dort, und verstehe jetzt warum jährlich acht Millionen diese kleine Stadt besuchen. San Gimignano ist einfach nur wunderschön!  Etwa 30 km von San Gimignano entfernt liegt Volterra. Volterra hat im vergangene Jahr durch die Twilight Saga "New Moon" einen sehr großen Bekanntheitsgrad erlangt.




Und natürlich muss man sich auch Sienna ansehen, wenn man schon mal in der Region ist. Hier hatte ich allerdings beim erreichen der Stadt ganz schnell eine unglaublich schlecht Laune, da es fast unmöglich ist, in der Nähe der Innenstadt einen Parkplatz zu finden. Nachdem ich nach gut 30 Minuten umkreisen der Stadt schon wieder abfahren wollte, fanden wir dann doch noch einen Parkplatz am Stadtrand. Meine Laune war dann auch sehr schnell wieder auf dem Höhepunkt angekommen, da ich hier in einer kleinen Boutique die schwarze Lederjacke entdeckte, die ich auf den Bildern trage.



Und dann muss ich natürlich noch ein paar Worte über die Italienische Küche loswerden. Damit kann ich mich aber auch sehr kurz halten, denn kulinarisch waren die Tage ein absoluter Genuss. Sehr gute Pasta, Wein und Cappuccino erinnern uns noch lange an diesen tollen Kurzurlaub.

Sonntag, 16. Mai 2010

Quizfrage !


Was ist die Lieblingsbeschäftigung des weiblichen Geschlechts?
D: Shoppen          C: Bügeln          B: Rasenmähen          A :Putzen


99% der Frauen werden diese Frage wohl mit einem strahlenden lächeln im Gesicht richtig beantworten. Männer dagegen legen ohne zu zögern sofort ein " Veto "  ein, und tauschen die Frage.

Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag in Köln, gehe auch ich heute noch meiner Lieblingsbeschäftigung nach (natürlich nicht Antwort A, B oder C ! )  . Immer wenn ich in Köln bin, und noch ein bisschen Zeit habe, gehts zum shoppen in die Innenstadt. Als ich am Schaufenster einer Biba Boutique vorbeischlenderte, richteten sich meine Blicke auf eine hellbraune Lederjacke. Sekunden später stellte ich mir gedanklich vor, mit was man die Jacke kombinieren kann, und wie sie mir stehen würde. Mit magischer Kraft zog es mich in die Boutique an den Ständer mit den Lederjacken. Als der Geruch des Leders in meine Nase stieg, war es sinnlos mich dagegen zu wehren die Jacke einmal anzuprobieren. Jetzt konnte meine Geldbörse nur noch hoffen, dass die Jacke in meiner Größe nicht mehr vorhanden war. Da ich schon einige Oberteile von Biba habe, und diese alle in der Größe 38 sind, schaute ich bei der Jacke auch nach dieser Größe. Es gab sie allerdings nur noch in 36 und 40. Auch wenn 36 zu klein und 40 wahrscheinlich zu groß sein würde, musste ich sie einmal anprobieren. Das Resultat der Anprobe viel so aus, wie ich schon vermutete (36 zu klein 40 zu groß). Ich wollte die Boutique schon wieder verlassen, als die reizende Verkäuferin zu mir sagte, dass es zwei Strassen weiter noch eine Biba Boutique gibt, und Sie dort gerne einmal anrufen würde, ob noch eine Jacke in der Größe 38 vorhanden ist. Das Ergebnis des Anrufes könnt Ihr an den Bildern erahnen (Geldbörse leer, Reisekoffer voll).

Mit einem lächelnden Gesicht machte ich mich nun auf den weg zurück in mein Hotelzimmer. Dort angekommen ging es direkt ins Badezimmer um mich zu stylen, denn ich wollte heute Abend noch in einem Restaurant etwas essen, da ich seit dem Frühstück nichts richtiges mehr in den Magen bekommen habe. Bevor ich ins Restaurant aufbrach, machte ich mir noch einen Espresso und knipste die Bilder für diesen Beitrag. Die neue Lederjacke musste ich natürlich sofort anziehen.


Im letzten blogpost habe ich euch ein wenig aus meiner Kindheit erzählt. In diesem Beitrag möchte ich euch ein bisschen darüber berichten, wie ich als Transgender nun schon fast 20 Jahre mit meiner Frau glücklich verheiratet bin.

Wir lernten uns in einem Sportverein kennen. Nach vier Wochen zog Sie bei mir ein. Es folgten sechs Monate (fast jeden Abend mit hemmungslosem Sex) in denen ich feststellte, dass ich noch nie so verliebt war, wie zu diesem Zeitpunkt. Sie war offensichtlich genauso verliebt in mich, denn Sie fragte mich eines Abends: willst du mich heiraten? Und so kam es, dass wir nach 12 Monaten den Bund der Ehe eingegangen sind. Meine Frauengaderobe hatte ich, seit Sie bei mir eingezogen war, in einem Koffer gut versteckt. In dieser Zeit und auch noch eine ganze Weile nachdem wir verheiratet waren spielte das Thema transgender überhaupt keine Rolle für mich. Ich dachte, ich hätte den fable Frauenkleidung zu tragen und mein transgenderdasein überwunden. Solche Phasen hat aber wohl schon jeder Transgender einmal durchgemacht, und so holte auch mich meine Vergangenheit irgendwann wieder ein. Jetzt war der Moment gekommen, indem ich ein echtes Problem hatte. Der drang sich wieder in eine Frau zu verwandeln (Jenny war zu dieser Zeit aber noch lange nicht geboren) wurde immer größer. Und so kam es, dass ich irgendwann abends, als meine Frau nicht zu hause war, den Koffer den ich vor drei Jahren gepackt hatte, wieder öffnete. Das Gefühl nach drei Jahren mal wieder einen Rock zu tragen war überwältigend. An diesem Abend wurde mir klar, dass ich mein zweites ich als transgender, der ich nun mal bin, niemals unterdrücken werden kann. Seit ich meine Frau kenne, ist mir aber auch klar geworden, dass ich sexuell ganz klar "hetero" bin. Hätte ich damals das Licht der Welt als Frau erblickt, währe ich sehr wahrscheinlich "lesbisch" gewesen. Den Körper einer schönen Frau zu berühren ist einfach wunderbar. Da ich meine Frau (bis heute) unendlich liebe und ich Sie auf keinen fall verlieren wollte, machte ich mir nun Gedanken darüber, wie ich Ihr mein zweites ich am besten erklären könnte. Die Informationsquelle Internet stand damals noch nicht zur Verfügung und Bücher zu diesem Thema gab es auch kaum. Es vergingen noch weitere vier Jahre bis ich den Mut hatte es Ihr zu erzählen. Wir kannten uns nun inzwischen sieben Jahre, und ich war mir ziemlich sicher, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen war es ihr zu erzählen.

Sie war am Abend bei einer Freundin und kam gegen 22 Uhr nach hause. Ich hatte einige Kerzen angezündet, die CD mit der Filmmusik 9 1/2 Wochen eingelegt, den Martini bereitgestellt, ein paar Halterlose Strümpfe und meine schwarzen HighHeels Stiefeletten angezogen. So wartete ich mit zitternden Knien im Bett auf Sie. Die Reaktion von Ihr, als Sie mich so sah war so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Wir haben an diesem Abend sehr lange und ausgiebig über das Thema transgender gesprochen. Ich fühlte mich danach unglaublich erleichtert. Dass Sie allerdings so offen mit dem Thema umgehen würde, hat selbst mich überrascht. 12 Jahre ist es nun schon her, dass meiner Frau mit mir und inzwischen Jenny zusammenlebt. Ich bin unglaublich glücklich dass ich mit einer so verständnisvollen Frau verheiratet bin. Das das zusammenleben mit einem Transgender für eine Frau auch Vorteile haben kann, hat meine Frau in sehr kurzer Zeit herausgefunden. Da Sie ebenfalls Konfektionsgröße 36/38 hat, dürft Ihr mal raten, wer sich ständig an Jennys Kleiderschrank bedient. Inzwischen gehen wir sogar an den Wochenenden auf Partys und genießen zusammen das Berliner Nachtleben. Am Tag mit mir in die Öffentlichkeit zu gehen traut Sie sich allerdings noch nicht. Für mich ist dies aber auch nicht wichtig, denn das was wir inzwischen alles zusammen unternehmen und erleben, ist schon viel mehr, als ich mir in meinen schönsten träumen erhofft hätte.


Samstag, 8. Mai 2010

“Jennys Kochstudio“ und ein wenig davon, wie alles begann


Ein Ei, eine Tasse Mehl und die gleiche menge Milch miteinander mischen und die Masse, 2 Minuten von beiden Seiten in einer heißen Pfanne mit etwas Butter ausbacken. Mit Marmelade und Nutella bestreichen und fertig ist der Eierkuchen (je nach dicke der Nutella ca. 1000kcal suuuuper). Das war das erste Rezept meiner Mutter, als ich mit 17 wegen eines Ausbildungsplatzes als Informationselektroniker in das 150 km entfernte Koblenz zog.

Auch ich merkte schon sehr früh in meiner Kindheit, wie die meisten Transgender, dass da manchmal ein Gefühl in mir war, dass ich allerdings nicht zuordnen konnte. Wenn ich ein Mädchen im Kleid oder in einem Rock sah, hatte ich schon damals ein verlangen, auch einmal ein Kleid oder einen Rock tragen zu wollen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich mit 15 das erste Mal ein braunes Jeanskleid meiner Cousine anzog. Meine Mutter hatte einige Kleidungsstücke, darunter auch das Kleid meiner Cousine, für die Altkleidersammlung aussortiert. Nachts öffnete ich den Altkleiderbeutel, nahm das Kleid heraus und schloss mich in mein Zimmer ein. Das Gefühl, als ich das erste Mal das Kleid trug, war unbeschreiblich. Als ich dann mit 17 nach Koblenz zog, hatte ich meine erste eigene kleine Wohnung. Na ja wenn ich es mir heute so richtig überlege, war die Wohnung mit 28 qm doch eher ein Wohnklo mit Kochnische. Aber ich war sehr glücklich, denn ich konnte nun ungestört in meiner Wohnung auch einmal einen Rock tragen. Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, dass immer wenn ich eine Frau sah, die hohe Absatzschuhe trug, dass ich auch schon damals gerne solche Schuhe angezogen hätte. Als ich mich in Koblenz, nach einigen Monaten eingelebt hatte, wollte ich mir nun endlich die ersten Absatzschuhe kaufen. In einem Warenhaus sah ich ein paar dunkelbraune Stiefel mit einem Absatz von ungefähr 9cm. Da es mir damals viel zu peinlich war, die Schuhe vor dem Kauf anzuprobieren, kaufte ich Sie, wie sich später herausstellte, eine Nummer zu klein. An der Kasse mit feuchten zittrigen Händen und rotem Kopf angekommen, bezahlte ich die Schuhe und fuhr sofort in meine Wohnung. Als ich die Stiefel das erste mal anzog, stellte ich fest, dass es doch besser gewesen währe, wenn Sie eine Nummer größer gewesen währen. Umtauschen kam aber nicht in frage, dafür fehlte mir damals der Mut. Nach 10 Minuten zog ich sie dann schon wieder aus. Die ersten 10 Minuten Erfahrung mit High Heels sahen so aus, dass meine Füße schmerzten, und ich feststellen musste, dass ich darin überhaupt nicht laufen konnte. Da viel mir ein altes Sprichwort ein: Aller Anfang ist schwer!

Der fabel für High Heels ist bei mir bis heute ungebrochen, wie ihr in einem meiner letzten Beiträge  "Frauen und Schuhe! das werden Männer nie verstehen"  sehen könnt. Ich habe natürlich irgendwann das laufen in Absatzschuhen gelernt und bin als Jenny fast immer mit High Heels unterwegs.

Nach dem kleinen Ausflug in die Vergangenheit und dem Eierkuchenrezept am Anfang des Beitrages möchte ich euch heute ein wenig über das Kochen, dass eine große Leidenschaft von mir ist, und nicht erst seit den vielen Kochsendungen im Fernseher, erzählen. Auf dem weg von der Arbeit nach Hause entschloss ich mich, dass ich mich heute Abend mal wieder richtig in der Küche austoben wollte. Ich hielt kurz an meinem Lieblings Feinkostladen an, um einige Lebensmittel einzukaufen. Als ich den Laden betrat, sah ich in der Fleischtheke ein Stück Rinderfilet. Daraufhin fiel mir ein Rezept ein, das ich vor einigen Monaten schon einmal gekocht habe. Heute stand also auf der Speisekarte: Rinderfilet in der Maronenkruste auf Rahmwirsing mit Cassisbirnen.

Zu Hause angekommen ging es dann auch gleich los. Nein natürlich erst einmal nicht mit dem Kochen, sondern mit der Frage? Was ziehe ich den heute an. Da sich beim Kochen nun mal hin und wieder ein paar Fettspritzer auf der Kleidung verirren, viel die Entscheidung heute auf mein Schwarzen Lederkleid. Das Lederkleid trage ich sehr oft beim Kochen, da man Spritzer einfach mit einem Feuchten Tuch abwischen kann. Nach gut einer Stunde war ich gestylt und es konnte losgehen. Ihr seht nun im Anschluss die Bilder aus der heutigen Küchenschlacht. Ich versuche euch auch ein wenig das Rezept zu beschreiben. Ihr solltet es einfach einmal nachkochen. Die Kombination der Filets mit dem Wirsing und den Birnen ist einfach ein Geschmackerlebnis, dass man erlebt haben muß.



Rinderfilet in der Maronenkruste auf Rahmwirsing mit Cassisbirnen 
Zutaten für vier Personen
Cassisbirnen
Eine Orange auspressen, von der Hälfte die Schale abreiben. 500ml Johannisbeersaft, 150 g Zucker, 1 EL Johannisbeergelee, 0,5 Stange Zimt, 2 Gewürznelken, Orangensaft und -schale aufkochen und bei schwacher Hitze bis auf die Hälfte der Flüssigkeitsmenge einkochen. Mit etwas Stärke abbinden und noch einmal gut durchkochen. Die Birnen schälen und entkernen. In den Gewürzfond einlegen und nochmals aufkochen lassen.





Rahmwirsing

450 g Wirsing oder Weißkohl putzen, klein schneiden und in einen großen Topf in Ölivenöl anschwitzen. 100 ml Geflügelfond und 150 ml Sahne zugeben, die Hitze reduzieren und das Gemüse zugedeckt etwa zehn Minuten weich garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit etwas Speisestärke leicht binden. Zum Schluss mit etwas Butter verfeinern. Im Bild links seht Ihr das Resultat aus Cassisbirnen und Rahmwirsing. In den Cassisbirnen könnte ich auch Baden. Solltet Ihr das Rezept einmal nachkochen, dann werdet Ihr mich sicher verstehen.





Rinderfilet

2 Scheiben  Toastbrot entrinden, würfeln und mit den Maronen in einer Küchenmaschiene fein mahlen. 500 g Rinderfilet in vier etwa drei cm lange Stücke teilen und diese zwischen zwei geölte Folien plattieren. 2 Eier mit  50 ml Sahne verquirlen. Die Filets mit Pfeffer würzen, in Mehl wenden und durch die Sahne-Ei-Mischung ziehen, anschließend in der Maronenmischung panieren. 80 g Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Rinderfilet darin schwimmend von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.



Und links unten könnt Ihr sehen, warum so viele Ehen wieder geschieden werden. Nach zweieinhalb Stunden in der Küche habe ich es wieder einmal geschafft, diese vollkommen zu verwüsten. Aber der Fußboden ist sauber! Ja ja wir Frauen haben eben einen Putzfimmel. Das rechte Bilder zeigen das Ergebnis der Küchenschlacht. Mann sollte nicht über die Kalorien nachdenken, aber ohne Butter und Sahne schmeckt es eben nur halb so gut.