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Donnerstag, 20. Januar 2011

Rund um den Sella in den Dolomiten!

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich meine High Heels gegen festes Schuhwerk ausgetauscht habe, denn wir hatten Urlaub und es ging in die Dolomiten nach Wolkenstein.

"Die stimmungsvollen Bergdörfer St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein führen mit ihren Panoramapisten spektakulär an die Dolomitenstöcke heran, die sich senkrecht in den Himmel bohren. Die traditionsreichen Pisten um den Langkofel, Cir und Sella haben Skigeschichte geschrieben und sind heute Treffpunkt der Wintersportelite."

Mit diesen beiden Sätzen beginnt die Internetseite wenn man sich über die Skigebiete in den Dolomiten informieren möchte. Von den Panoramapisten und den spektakulären Bergmassiven der Dolomiten war allerdings am Ankunftstag nichts zu sehen, denn Wolkenstein machte seinem Namen alle Ehre. Temperaturen etwas über 0C°, Schneeregen und Nebel bestimmten die ersten drei Tage. Da wir allerdings schon viele Jahre zum Skifahren nach Wolkenstein kommen, waren wir uns sicher, dass wir die wunderbare Landschaft auch noch im Sonnenschein genießen können. Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, war es am vierten Tag auch endlich so weit, dass sich die Sonne über den Berggipfeln zeigte. Das Skigebiet in den Dolomiten ist einfach einzigartig. Mit dem Skipass "Dolomiti-Superski" kann man sich auf über 1200 km Piste austoben. Das gesamte Gebiet ist mit mehr als 450 Liftanlagen verbunden. Mann kann den Sella in beiden Richtungen umrunden oder man macht einen Abstecher auf die 3343m hohe Mamolada und genießt einen gigantischen Blick über die Dolomiten und das Sellamassiv.



Das erste Bild zeigt Wolkenstein - auf dem zweiten Bild ist links das Sellamassiv

Abfahrt vom 2752m hohen Lagazuoi im Tal rechts liegt Cortina d'Ampezzo
Die Abfahrt am Logazuoi führt entlang eines gefrorenen Wasserfalls und endet damit, dass man von zwei Pferden am Seil zur nächsten Liftanlage gebracht wird


Wer von Euch kennt eigentlich "Heiße Oma" ?
Nein nicht das was Ihr jetzt vielleicht denkt! "Heiße Oma" ist ein Getränk, dass es in fast jeder Hütte in Südtirol gibt. Zum aufwärmen genau das richtige. Man nimmt 4cl Zabov (ein Italienischer Eierlikör), gibt diesen in ein Wasserglas und füllt es mit heißer aufgeschäumter Milch auf. Als Krönung gibts dann noch einen Klecks Sahne. Damit habe ich den gestrigen und letzten Urlaubsabend, nachdem ich fleißig den Staub und die Katzenhaare unseres Stubenkaters aufgesaugt habe, vor dem zubereiten des Essens, begonnen.


 Blick von der Mamolada auf 3343m zum Langkofel und rechts der Anfang des Sella. Im Hintergrund zwischen Langkofel und Sella liegt Wolkenstein.


Zum Abschluss eines tollen Skiurlaubs gab es dann gestern Abend, passend zur Südtiroler Region "Tiroler Speckknödel mit Pilzgulasch" und dazu einen italienischen Rotwein. Das Rezept gibt es wie immer gleich dazu. Viel Spaß beim nach kochen.

Für die Speckknödel:
Butter in der Pfanne zerlassen 200g Speck und Schalottenwürfel darin anbraten. Brötchenwürfel aus drei alten Brötchen und Petersilie dazugeben und mit anrösten. Alles in eine Schüssel geben. 1/4 l Milch, zwei Eiern, Salz und Pfeffer verquirlen und über die Brötchen Speck-Masse gießen. 60g Mehl untermischen und aus der Masse mit angefeuchteten Händen Knödel formen. Die Knödel in reichlich Salzwasser bei schwacher Hitze 10 bis 15 Minuten gar ziehen lassen und anschließend in Butter mit gehacktem Schnittlauch schwenken.

Für das Pilzgulasch:
Butter in der Pfanne zerlassen und 200g Zwiebeln glasig dünsten. 500g gemischte Pilze in dünne Scheiben schneiden, dazugeben und mitdünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Majoran abschmecken. 150g Sahne und geriebenen Parmesan dazugeben und einmal aufkochen lassen.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Pasta, Wein und Cappuccino, die Toskana macht einfach Spaß!

Seit einer Woche sind wir nun schon wieder aus unserem Kurzurlaub in der Toskana zurück, und ich  hatte bis heute leider noch keine Zeit um euch ein wenig über unsere Erlebnisse zu berichten. Da ich aber unbedingt diese Woche noch den Post einstellen möchte, sitze ich gerade  zur späten Stunde vor dem Computer, und das Datum der Uhr am Computermonitor springt in diesem Moment auf den nächsten Tag. Unsere Reise begann dieses mal damit, dass wir von zu hause eine halbe Stunde mit dem Auto nach Berlin Wannsee fuhren, unser Auto auf einen Autoreisezug stellten und um 18 Uhr mit diesem Zug über Bozen nach Verona fuhren. Da wir nur 6 Tage in der Toskana bleiben konnten, haben wir uns für diesen Anreiseweg entschieden, und ich muss sagen, wir sind mit einer Verspätung von 45 Minuten um 18:45 Uhr am Abend abgefahren, aber pünktlich um 9 Uhr am Samstag ausgeschlafen in Verona angekommen. Die fahrt kostete für das Auto inklusive zwei Fahrkarten im Liegewagen und ein Frühstück 271 Euro (absolut zu empfehlen!). Als wir in Verona um 10 Uhr wieder in unserem Auto saßen, tippten wir als erstes Florenz ins Navi, öffneten das Dach unseres Autos und fuhren die knapp 300 km von Verona mit einem kurzen stopp in Prato über die Landstraße nach Florenz (die fahrt über die Landstraße sollte man nur machen, wenn man sehr viel Zeit hat. Wir brauchten dafür gute 6 Stunden).
Als wir abends in Florenz ankamen, wollten wir uns zuerst ein Hotelzimmer suchen, da wir keine Unterkunft gebucht hatten. Dies stellte sich aber als außerordentlich schwierig heraus, da selbst ende September die Stadt immer noch von Touristen überflutet ist. Wir entschlossen uns daher noch am selben Abend nach Greve in Chianti zu fahren, um uns dort eine Unterkunft für die nächsten Tage zu suchen (war dann so spät am Abend auch nicht mehr so einfach. Hat aber doch nach prima geklappt). Alleine über Florenz kann man natürlich sehr viel schreiben. Nach Schätzungen der UNESCO soll jeder zehnte erhaltenswerte Kunstschatz in Florenz zu sehen sein. Am beeindruckensten war für mich allerdings der Dom im Zentrum der Stadt. Der Dom "Santa Maria del Fiore" ist nach der Peterskirche in Rom, der Londoner Saint Paul´s Cathdrale und dem Mailänder Dom die viertgrößte Kirche der Christenheit. Damit Ihr einen kleinen Eindruck über Florenz bekommt, hab ich euch einige Bilder über diese außergewöhnliche Stadt auf diesem Post eingestellt. Die Bilder sind an zwei Tagen entstanden, da wir in der darauf folgenden Woche noch einmal nach Florenz gefahren sind.



An den darauf folgenden Tagen stand dann die Besichtigung von San Gimignano und Voltera auf dem Plan. San Gimignano liegt auf einem 300m hohen Hügel und wird vom Tourismus förmlich erdrückt. Es leben dort derzeit etwa 7500 Einwohner die im Jahr mehr als acht Millionen Besucher ertragen müssen. Die Stadt wird deshalb als Manhattan des Mittelalters bezeichnet. Ich war das erste mal dort, und verstehe jetzt warum jährlich acht Millionen diese kleine Stadt besuchen. San Gimignano ist einfach nur wunderschön!  Etwa 30 km von San Gimignano entfernt liegt Volterra. Volterra hat im vergangene Jahr durch die Twilight Saga "New Moon" einen sehr großen Bekanntheitsgrad erlangt.




Und natürlich muss man sich auch Sienna ansehen, wenn man schon mal in der Region ist. Hier hatte ich allerdings beim erreichen der Stadt ganz schnell eine unglaublich schlecht Laune, da es fast unmöglich ist, in der Nähe der Innenstadt einen Parkplatz zu finden. Nachdem ich nach gut 30 Minuten umkreisen der Stadt schon wieder abfahren wollte, fanden wir dann doch noch einen Parkplatz am Stadtrand. Meine Laune war dann auch sehr schnell wieder auf dem Höhepunkt angekommen, da ich hier in einer kleinen Boutique die schwarze Lederjacke entdeckte, die ich auf den Bildern trage.



Und dann muss ich natürlich noch ein paar Worte über die Italienische Küche loswerden. Damit kann ich mich aber auch sehr kurz halten, denn kulinarisch waren die Tage ein absoluter Genuss. Sehr gute Pasta, Wein und Cappuccino erinnern uns noch lange an diesen tollen Kurzurlaub.

Freitag, 25. Juni 2010

Vom Central Park über den Time Square nach Ground Zero!


Endlich Urlaub!  Und das ganze beginnt natürlich wie immer mit Kofferpacken. Die Bilder zeigen aber nicht ganz die Wahrheit, denn die einzigste die hier Koffer packt, ist  meine  liebe Frau, und ich stehe daneben, damit in den Koffern noch genügend Platz  bleibt, denn wir haben uns dieses Jahr entschlossen unseren Sommerurlaub nicht am Strand sondern in Amerika, genau genommen in New York zu verbringen. Um meine Frau beim packen ein bisschen aufzumuntern, gibts erst einmal den morgendlichen Cappuccino. Und so ging es bei strahlendem Sonnenschein und 25° von Berlin richtung Westen um nach 8 1/2 Stunden bei strömenden Regen und 16°am John F. Kennedy Flughafen auszusteigen. Eigentlich hatten wir geplant, vom Flughafen mit dem Taxi in unser Hotel, dass in Manhattan am Central Park liegt, zu fahren. Da das Wetter aber so miserabel war, und wir dadurch sowieso nicht viel sehen konnten, kauften wir zwei Subwaytickets und fuhren Richtung Manhattan. Als wir in der U-Bahn in unserem Reiseführer nach dem Weg zu unserem Hotel sahen, dauerte es keine 2 Minuten,  bis uns ein Dame ansprach, die uns sehr Hilfsbereit den richtigen Weg erklärte. Die Hilfsbereitschaft die uns hier schon in den ersten Stunden widerfahren ist, hat sich in der ganzen Zeit, die wir hier verbracht haben, fortgesetzt. Unfreundlichkeit scheint es in New York nicht zu geben. Egal wo man hineingeht, ob ins Starbucks zum morgendlichen Kaffee, zum Dinner ins Restaurant oder zum Shoppen am Broadway, alle sind überaus hilfsbereit und freundlich, unabhängig davon, ob man was gekauft hat oder nicht. Nach einer guten Stunde in der Subway waren wir, nach 17 Stunden, endlich am Ziel. Es war 20 Uhr New Yorker Zeit, und selbst die 500 Meter bis zum Times Square waren an diesem Abend noch zu weit. Der einzigste Weg führte nur noch ins Bett!



Eigentlich wollte ich diesen Blog als Tagebuch unseres New York Aufenthaltes gestalten. Dies habe ich allerdings nach den ersten 2 Tagen schnell verworfen. Denn alles was wir in den 2 Wochen erlebt haben, würde einige Seiten füllen.  Deshalb habe ich mich entschlossen, die eindrucksvollsten Erlebnisse zusammenzufassen. Jenny werdet Ihr auf den New York Bilder übrigens nicht sehen, denn ich habe Sie zu Hause gelassen. Nach einer Woche New York Aufenthalt, hatte ich allerdings schon das Bedürfnis, als Jenny mit all den anderen New Yorker High Heels Trägerinnen über den Broadway zu stöckeln. Es ist einfach unglaublich wie viele Frauen in Manhattan mit High Heels unterwegs sind!   Was konnten wir also machen, um mein Gedanken an Jenny ein wenig abzulenken? Wir gingen Shoppen!!! In der 5th Avenue und auf dem Broadway bekommt man alles was das Herz begehrt und die Kreditkarte hergibt! Bereits am ersten Tag hatte ich mich am Broadway in ein Kleid verliebt, an dem ich nun nicht noch einmal vorbeigehen konnte. Meine Frau probierte das Kleid am ersten Tag in Größe 14. Sie war allerdings der Meinung, dass für mich die richtige Größe 12 wäre. Wenn Jenny  in Berlin Shoppen geht, ist es natürlich kein Problem in der Damenabteilung alles anzuprobieren. Hier in New York als Mann war das nicht ganz so einfach. An der Umkleidekabine stand "Only for Woman" und das Personal stand ständig daneben. Nachdem ich mit dem Kleid in der Umkleide verschwand, schaute der Verkäufer zwar ein wenig komisch, aber auch er Bediente mich danach überaus freundlich. Es war übrigens gut, dass ich das Kleid anprobiert habe, denn auch für mich war die richtige Größe 14. In einem meiner nächsten Posts werde ich es bestimmt einmal anziehen.



Um von Manhattan einen kleinen Überblick zu bekommen, geht man am besten vom Central Park den Broadway bis nach Downtown (9 km). Unterwegs fährt man mit dem Aufzug auf das "Empire State Building" oder den "Top Of The Rock", wir waren auf beiden, da am ersten Tag, als wir auf dem Empire State Building waren, dass Wetter nicht mitspielen wollte. Der Ausblick von beiden ist einfach unbeschreiblich. Zwischen Uptown und Downtown trifft man auf das Flatiron (das erste Hochhaus in Manhattan) und streift Chinatown und Little Italy. Sollte man unterwegs das verlangen nach einem Kaffee verspüren, so kann man in eines der 460 New Yorker Starbucks Kaffees einkehren. In Downtown biegt man vor der Wall steet rechts ab, dort befindet sich Ground Zero auf dem inzwischen über 600 Arbeiter die 4 neuen Türme und die Gedenkstätte an den 9/11 entstehen lassen (die Bauarbeiten sollen 2013 beendet sein). Links vom Broadway macht man einen Abstecher in die Wall Street, und am Ende des Broadways, an der Südspitze Manhattans, befindet sich der Battery Park in dem das Kunstwerk "The Sphere" steht. Die Bronzekugel stand vor dem 9/11 genau zwischen den beiden Türmen des WTC und wurde wie durch ein Wunder zwar beschädigt, aber nicht zerstört. Am zweiten und dritten Tag haben wir an einer Bustour durch Süd und Nordmanhattan teilgenommen. Die Bustouren sind so angelegt, dass man an den Haltepunkten aus und wieder einsteigen kann. Dadurch kann man innerhalb kürzester Zeit  sehr viel von New York erleben. Nach den ersten drei Tagen stellten wir fest, dass wir in Berlin wohl in einem Provinznest leben.


Nach der Arbeit stürmen die New Yorker in die Parkanlagen. Die größten sind in Manhattan der Central Park und in Brooklyn der Prospect Park. Aber auch die vielen kleinen Parkanlagen werden Abends zum Treffpunkt vieler New Yorker. Am beeindruckensten fand ich den Bryant Park an der 42nd Street. Es ist einer der kleinsten Parkanlagen in Manhattan der von Wolkenkratzern umgeben ist. In den Fassaden der Häuser  spiegeln sich die umliegenden Gebäude. Man trifft sich dort zu einer Partie Schach, trinkt mit Freunden einen Kaffee oder komponiert auf der Gitarre ein Lied. Die Atmosphäre die wir dort erlebten ist einfach unbeschreiblich.


Natürlich stand auch der Besuch von Miss Liberty auf dem Plan. Dafür brauchten wir allerdings zwei Anläufe. Die Fähren fahren vom der südlichsten Spitze des Battery Park ab. Als wir das erst mal zur Mittagszeit dort ankamen, braucht ich eine ganze Weile, bis ich das Ende der Warteschlange für die Sicherheitskontrolle fand. Die Wartezeit lag wohl bei etwa 3 bis 4 Stunden. Wir versuchten es deshalb zwei Tage später noch einmal. Wir fuhren aber diesmal um 8 Uhr mit der Subway zum Battery Park, um auf einer der ersten Fähren die um 9 Uhr starten, zu gelangen. Selbst so früh am Morgen standen wir noch gut 30 Minuten in der Schlange um auf die Fähre zu gelangen. Trotz der Wartezeiten lohnt sich der Weg nach Liberty Island auf jeden Fall, denn man hat von dort auch einen fantastischen Blick auf die Skyline.


Ich könnte noch viele Seiten schreiben, z.B. über die New Yorker Museen, den Time Square oder den Blick auf die Skyline bei unserem nächtlichen Gang über die Manhattan Bridge. Es gibt einfach unglaublich viel in New York zu erleben.  Ich möchte den Beitrag aber hier beenden. Wenn Ihr mehr Bilder sehen wollt, dann klickt einfach auf die Diashow. Denn Bilder sagen mehr als 1000 Worte!!!